30. Ludwigshafener Stadtmeisterschaft im Hallenfußball

Am 16. Januar 2011 wurden in der Friedrich-Ebert-Halle in Ldwigshafen die 30. Stadtmeisterschaften im Hallenfußball ausgetragen. In diesem Jahr nahmen folgende Mannschaften teil:

              

FC Arminia Lu.     BSC Oppau    DJK BW Oppau   FC Croatia Lu.    Concordia Lu.   VfR Friesenheim

              

Ludwigshafener SC    MSV Lu.      VSK Niederfeld   PSV GW Lu.       SV Ruchheim   SV Südwest Lu.

 

Die Auslosung ergab folgende Gruppen:

Gruppe A:                         Gruppe B:                         Gruppe C:

Concordia Lu.                  BW Oppau                        BSC Oppau

FC Croatia Lu.                 FC Arminia Lu.                 Ludwigshafener SC

PSV GW Lu.                      SV Ruchheim                   MSV Ludwigshafen

SV Südwest Lu.               VfR Friesenheim              VSK Niederfeld

Spielplan Vorrunde:

09:30 Uhr   DJK Concordia Friesenheim - PSV Grün-Weiß Ludwigshafen 1 : 3  
09:45 Uhr   FC Croatia Ludwigshafen - SV Südwest Ludwigshafen 1 : 1  
10:00 Uhr   Blau-Weiß Oppau - FC Arminia 03 Ludwigshafen 0 : 3  
10:15 Uhr   SV Ruchheim - VfR Friesenheim 3 : 1  
10:30 Uhr   VSK Niederfeld - Ludwigshafener SC 2 : 2  
10:45 Uhr   BSC Oppau 1914 - MSV Ludwigshafen 0 : 0  
11:00 Uhr   SV Südwest Ludwigshafen - PSV Grün-Weiß Ludwigshafen 6 : 2  
11:15 Uhr   DJK Concordia Friesenheim - FC Croatia Ludwigshafen 0 : 1  
11:30 Uhr   VfR Friesenheim - FC Arminia 03 Ludwigshafen 1 : 2  
10  11:45 Uhr   Blau-Weiß Oppau - SV Ruchheim 0 : 5  
11  12:00 Uhr   MSV Ludwigshafen - Ludwigshafener SC 2 : 2  
12  12:15 Uhr   VSK Niederfeld - BSC Oppau 1914 1 : 4  
13  12:30 Uhr   SV Südwest Ludwigshafen - DJK Concordia Friesenheim 6 : 1  
14  12:45 Uhr   PSV Grün-Weiß Ludwigshafen - FC Croatia Ludwigshafen 1 : 6  
15  13:00 Uhr   VfR Friesenheim - Blau-Weiß Oppau 7 : 2  
16  13:15 Uhr   FC Arminia 03 Ludwigshafen - SV Ruchheim 3 : 1  
17  13:30 Uhr   MSV Ludwigshafen - VSK Niederfeld 2 : 2  
18  13:45 Uhr   Ludwigshafener SC - BSC Oppau 1914 1 : 3  

 

        

Viertelfinale:

19  14:30 Uhr   Sieger Gruppe B       FC Arminia Ludwigshafen - Zweiter Gruppe C        MSV Ludwigshafen 5 : 0  
20  14:45 Uhr   Sieger Gruppe C      BSC Oppau - Dritter Gruppe A/B       PSV GW Ludwigshafen 6 : 3  
21  15:00 Uhr   Sieger Gruppe A      SV Südwest Ludwigshafen - Dritter Gruppe B/C       VfR Friesenheim 5 : 1  
22  15:15 Uhr   Zweiter Gruppe B     SV Ruchheim - Zweiter Gruppe A         FC Croatia Ludwigshafen 1 : 0

Halbfinale:

23  16:00 Uhr   Sieger Spiel 19         FC Arminia Ludwigshafen - Sieger Spiel 20             BSC Oppau 2 : 0  
24  16:15 Uhr   Sieger Spiel 21        SV Südwest Ludwigshafen - Sieger Spiel 22             SV Ruchheim 3 : 1

Spiel um Platz 3:

25  17:15 Uhr   Verlierer Spiel 23           BSC Oppau - Verlierer Spiel 24            SV Ruchheim 1 : 2 n-V.  

Finale:

26  17:40 Uhr   Sieger Spiel 23        FC Arminia Ludwigshafen - Sieger Spiel 24        SV Südwest Ludwigshafen 0 : 1

 (Ein Bericht von Rheinpfalz-Mitarbeiter Marek Nepomucky)

Der SV Südwest Ludwigshafen steigert sich nach einem holprigen Auftakt und gewinnt die Stadtmeisterschaft. Es ist der zehnte Sieg für den Verbandsligisten. So oft hat keine andere Mannschaft das Turnier gewonnen. Der SV Ruchheim ist die positive Überraschung des Hallenspektakels und wird Dritter vor dem BSC Oppau. Sie waren so siegessicher gewesen beim FC Arminia Ludwigshafen. Der fünfte Titel bei der Stadtmeisterschaft sollte dieses Jahr endlich gewonnen werden. Den SV Südwest hatte sie bei ihren Planspielen nicht unbedingt auf der Rechnung. Denn zuletzt bei einem Qualifikationsturnier zum Mannheimer Masters putzte der FC Arminia den Ligarivalen mit 3:1.
Die Wirklichkeit hat den Tabellenführer der Fußball-Verbandsliga aber erbarmungslos auf den Boden der Tatsachen knallen lassen. Der SV Südwest gewann gestern durch ein Tor von Jochen Höning mit 1:0 die 30. Hallenfußball-Stadtmeisterschaft. Für den SV Südwest war es der zehnte Titel. Damit ist der Traditionsverein Rekordsieger. Bislang hatten Südwest und der FSV 1913 Oggersheim neunmal den Titel gewonnen. „Der Sieg ist eine Genugtuung", sagte Südwest-Kapitän Thomas Gomola und spielte da auf die Niederlage in der Vorwoche an. „Wir hatten unsere Anlaufschwierigkeiten, doch dann haben wir uns gesteigert und auch verdient gewonnen", sagte Gomola. Das stimmt. Südwest erzielte gestern 22 Tore. Der FSV Oggersheim hatte 2009 beim neunten Turniersieg 29 Treffer erzielt - so viele wie kein Team bislang. Der Erfolg des SV Südwest steigere jedenfalls das Selbstvertrauen für die bevorstehenden restlichen Spiele in der Verbandsliga-Saison, meinte Gomola. „Außerdem hat die beste Mannschaft des Turniers gewonnen", hob der Südwest-Kapitän hervor. Das sah Thomas Fichtner anders. Der Trainer des unterlegenen FC Arminia Ludwigshafen fand, dass der FCA gestern den besten Fußball gespielt habe. „Ich bin schon enttäuscht, durch so ein Tor verloren zu haben", sagte Fichtner. Der Schuss von Südwest-Stürmer Höning prallte vom Pfosten an das Bein von Arminia-Torwart Tittel und von dort kullerte die Kugel über die Linie. Ein Tor, das durchaus passieren kann, doch der entscheidende Fehler unterlief Tim Amberger. Er vertändelte leichtfertig den Ball und leitete dadurch den verhängnisvollen Angriff über Berwanger und Höning ein. Für Jens Leithmann war es ärgerlich, durch so ein Tor das Endspiel verloren zu haben. Der Offensivspieler war mit Marc Lautenschläger erfolgreichster Torschütze beim FCA mit je fünf Treffern der insgesamt 15 Arminia-Tore. Der SV Ruchheim war der Farbtupfer gestern bei der Stadtmeisterschaft. Der Kreisligist siegte im Spiel um Platz drei gegen den BSC Oppau mit 2:1. Alexander Schneider sowie Florian Protz trafen für den SV Ruchheim und Gianluca Ferraro für den BSC Oppau. Ruchheim kassierte für den dritten Platz 200 Euro. Es blieb aber nicht der einzige Scheck an diesem Abend. Die Mannschaft von Trainer Harald Prinz gewann den Fairness-Pokal und bekam dafür noch einmal 250 Euro.

Hallenmeister 2011: SV Südwest Ludwigshafen

Unbeherrschter Ludwigshafener SC scheidet in Vorrunde aus


(Ein Bericht von Rheinpfalz-Mitarbeiter  Hans-Dieter Conrad)
 

Für eine Überraschung in der Vorrunde sorgte der BSC Oppau. Der Bezirksklasse-Verein zog gestern als Gruppensieger ins Viertelfinale ein und schlug auch den favorisierten Verbandsligisten Ludwigshafener SC mit 3:1. Damit flogen die Gartenstädter nach einem peinlichen Auftritt früh aus dem Turnier raus. „Wir haben uns gewaltig blamiert", schimpfte LSC-Trainer Hermann Kohlenbrenner nachdem unbeherrschten Abgang, den seine Mannschaft mit drei Zeitstrafen und einer Roten Karte für Torwart Marc Weiß quittierte. „Jetzt wollen wir zuschauen, wie Oppau im Viertelfinale scheitert", stichelte Kohlenbrenner. Doch den Gefallen tat ihm der BSC nicht. Dank einer Gala von Göran Garlipp, der drei Treffer erzielte, fegten die Oppauer nämlich Grün-Weiß Ludwigshafen mit 6:3 aus der Halle. Erst beim 0:5-Rückstand wachten die Grün-Weißen auf. Zwei Müller-Tore und ein Treffer von Volkan Palaz kamen allerdings zu spät. Der FC Arminia Ludwigshafen, dem in der Vorrunde lediglich acht Treffer gelangen, steigerte sich im Viertelfinale und gewann gegen Bezirksklassevertreter MSV Ludwigshafen 5:0. Nach schneller 2:0-Führung durch Marc Lautenschläger machten Nico Enzenauer, Rillig und Leithmann in der einseitigen Partie den Sack zu. Dazwischen lag eine nennenswerte MSV-Chance, die Claude Werner aber vergab. „Jetzt will ich den Pokal. Der fehlt mir in der Sammlung" tönte Lautenschläger danach. Nach bescheidenem 1:1-Auftakt gegen den FC Croatia zog der SV Südwest mit 13 Treffern ins Viertelfinale ein und ließ seine Angriffslust auch vom VfR Friesenheim nicht stoppen. Bis zum 1:1 (Tore durch Berwanger und Theo Mentis) hielt die einsatzfreudige Truppe aus der Bezirksklasse zwar mit, doch dann sorgten Parrotta, Arriaga, Höning und Winterkorn für ein deutliches 5:1. Vier Sekunden vor der Schlusssirene entschied Ricardo Coppola das letzte Viertelfinalspiel für den überraschend starken Kreisligisten SV Ruchheim mit 1:0 gegen den FC Croatia. Die Kroaten blieben hinter den Erwartungen zurück. Ganz stark agierte nur Torwart Marco Sgro.
 

Der kleine Messi, ein LSC-Fan und ein treffsicherer Debütant

Göran Garlipp vom BSC Oppau bester Spieler des Turniers - Croatias Marco Sgro stärkster Torhüter - Jochen Höning Torschützenkönig


(Ein Bericht von Rheinpfalz-Mitarbeiter Thomas Leimert)
 

Es macht einfach Spaß Göran Garlipp beim Fußballspielen zuzusehen. Der Ball scheint förmlich an seinem Fuß zu kleben, wenn der Techniker des BSC Oppau - oft mit nach vorne gebeugtem Oberkörper - an seinen Gegenspielern vorbeizieht. Garlipp ist ein Straßenfußballer, einer der glücklich ist, wenn er kicken kann. Die Journalisten kürten ihn zum besten Spieler der Stadtmeisterschaft. „Das ist eine große Ehre für mich", sagte der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler, als ihm der Preis überreicht wurde. Er spiele sehr gerne in der Eberthalle und freue sich jedes Jahr aufs Neue, hier dabei zu sein. Sein Trainer Manfred Blockus sah in Garlipp einen würdigen Gewinner: „Er war für mich der auffälligste Spieler und ist ein Riesenfußballer." Deswegen war Garlipp vor der Saison auch zum Verbandsligisten Arminia Ludwigshafen gewechselt. Weil ihm dort aber die Bank drohte, ging er zum BSC zurück. Im Halbfinale trafen die beiden Klubs aufeinander. „Vorher haben wir geflachst, vor allem weil wir die Arminia im Vorjahr 5:0 geschlagen haben", erzählt Garlipp. Ein Sieg gelang den Oppauern dieses Mal nicht. Der FCA gewann 2:0, auch weil Göran Garlipp mit zwei Schüssen Pech hatte. Sechs Tore steuerte er bei, darunter eines, bei dem er den Ball mit der Sohle an seinem Gegenspieler vorbeizog - eine an Messi erinnernde Spezialität Garlipps. „Das übe ich nicht, das geht automatisch", erklärt er.
Wer bester Torwart bei der Stadtmeisterschaft wird, ist oft eine knappe Entscheidung. Die Torhüter werden ständig gefordert und so zeigen viele von ihnen ihr Können. Nur 109 Tore fielen - so wenige wie lange nicht mehr. Das ist auch ein Verdienst der Torhüter. Die Jury entschied sich für Marco Sgro vom FC Croatia Ludwigshafen. Der 22 Jahre alte Keeper bestach insbesondere mit seinen tollen Reflexen, war schnell am Boden und bekam in vier Begegnungen nur drei Gegentore. Dass die Kroaten so früh ausschieden, lag nicht an ihm. „Ich freue mich riesig, dass ich gewählt wurde, ärgere mich aber, dass wir nicht ins Halbfinale gekommen sind", äußerte sich Sgro. Seit einem Jahr steht er bei den Kroaten im Kasten, ist Leistungsträger. Ob er bleibt, bezeichnet er als offen. Seine Wurzeln kann der reaktionsschnelle Torhüter nicht verleugnen. Unter seinem Torwarttrikot trug er ein Shirt des Ludwigshafener SC. „Da habe ich 13 Jahre gespielt, das ist alte Verbundenheit", erläutert Sgro den ungewöhnlichen Dress.
Jochen Höning vom SV Südwest Ludwigshafen hat sich verändert. Schlank, beweglich, schwer in den Griff zu bekommen. Mit einer rundum überzeugenden Vorstellung sowie acht Treffern wurde der Blondschopf Torschützenkönig. Höning und Tore das passt seit Jahren zusammen. Höning und Stadtmeisterschaft ist hingegen neu. „Ich habe zum ersten Mal hier mitgespielt. Entweder war ich bei den falschen Vereinen oder, wie im Vorjahr, in Urlaub", sagt der junge Vater. Medaillen und Pokale aus früheren Tagen hat Höning im Keller verstaut, die Torjägerkanone bekommt einen besonderen Platz. „Die stelle ich ins Fußballzimmer", verrät der 27 Jahre alte Stürmer. Warum der Torjäger gestern so erfolgreich war, erklärt sein Trainer Sascha Amato: „Jochen bewegt sich sehr gut, arbeitet für die Mannschaft und setzt seinen Körper gekonnt ein." Und er ist brandgefährlich, macht Tore. So war es kein Wunder, dass der Siegtorschütze im Endspiel Jochen Höning hieß.

Die Spiele des Ludwigshafener SC:

VSK Niederfeld - Ludwigshafener SC 2:2. Viel zu überheblich ging der LSC in die Partie und nur durch Glück und Abschlussschwäche der Niederfelder war ein Rückstand zu vermeiden. Als dann Oliver Niemiro doch nach einer der wenigen schönen Kombinationen das 1:0 erzielte und Sascha Weindel kurz darauf das 2:0 folgen ließ, schien doch alles einen "normalen" Gang zu gehen. Doch zu leichtfertig vergab man die Führung und musste das 1:2 durch Röder und das 2:2 durch Gailing hinnehmen.

MSV Ludwigshafen - Ludwigshafener SC 2:2. Wer geglaubt hatte, der LSC würde sich im zweiten Spiel auf seine technischen Möglichkeiten besinnen, sah sich getäuscht. Zwar gelang Erik Rehhäußer früh das 1:0, aber dann wurde nur "geboltzt" statt gespielt. Dazu kamen immer wieder Leichtsinnsfehler. So konnte Benjamin Keller einen Rückpass von Marian Wiener erst hinter der Torlinie abwehren und es stand 1:1. Benjamin Bischoff erzielte dann postwendend das 2:1, doch das genügte den Hochfeldern nicht um ins Spiel zu kommen. In der nun ruppig geführten Partie gelang es dem LSC selbst bei zweimaliger Überzahl wegen einer Roten Karte und einer Zeitstrafe für den MSV nicht, die Führung auszubauen. Bei eigener Unterzahl musste man gar noch das 2:2 durch Biniek hinnehmen.

Ludwigshafener SC - BSC Oppau 1:3. Im letzten Gruppenspiel war es auch "das Letzte", was der LSC bot. Keinerlei Spielkombinationen, dafür immer mehr Ruppigkeiten in einer äußerst hektisch geführten Begegnung. Der Anfang vom Ende war ein Foul von Marc Weiß, die folgende Rote Karte und Neunmeter für Oppau, der von Werz zum 0:1 verwandelt wurde. In der Folge wurde von den Hochfeldern nur versucht, den Ball ins Tor zu dreschen, allerdings erfolglos. Dafür weitere Zeitstrafen für Alexander Haferstroh, Marco Zühlsdorff und Pasquale Di Ciaula und so war es die logische Folge, dass der BSC durch zwei Treffer von Göran Garlipp auf 0:3 davonzog. Der Treffer zum 1:3 durch Chris Chorrosch war nur noch Ergebniskosmetik und konnte das Ausscheiden des LSC bereits in der Vorrunde nicht verhindern.