Eröffnungsfeier des

Dietmar-Hopp-Jugendförderzentrums

am 9. August 2008

"Anpfiff ins Leben" heißt es nun auch ganz offiziell in Ludwigshafen-Gartenstadt. Am Samstag wurde in der Abteistraße auf der Anlage des Ludwigshafener SC ein weiteres Dietmar-Hopp-Jugendförderzentrum eröffnet.

„Das ist schon toll, was der Dietmar Hopp so alles in die Hand nimmt“, war ein Teilnehmer der Eröffnungsfeier sichtlich begeistert, während sein Sohnemann quer durch die Hüpfburg rolzte. Rund 2000 Besucher hatten am Samstag den Weg auf die Anlage des Ludwigshafener SC im Arbeiterstadtteil Gartenstadt gefunden – weniger, um auf der Hüpfburg herumzuspringen, sondern um bei einem attraktiven Tag-der-offenen-Tür-Programm der Einweihung des Dietmar-Hopp-Jugendförderzentrums in der Abteistraße beizuwohnen.

Udo Scholz, Hallensprecher der Adler Mannheim, und Alexandra Philipps, Miss Germany 1999, führten ab 14 Uhr durch ein interessantes Programm, das neben stündlichen Führungen durch den Neubau mit seinen Seminar-, Fitness- und Aufenthaltsräumen und einer Fahrrad-Stunt-Show des Wetten-dass-erprobten Trialbikers Jens Berberich auch Live-Musik sowie eine Kinder-Spaß-Olympiade zu bieten hatte.

Nach den Jugendförderzentren in Zuzenhausen, Walldorf und Abstatt ist Ludwigshafen die vierte von insgesamt sechs Einrichtungen (es folgen Mannheim-Waldhof noch in diesem Jahr sowie St. Leon-Rot im Herbst 2009) sowie die erste linksrheinische, die von der Dietmar-Hopp-Stiftung finanziert wurde und unter der Federführung des Vereins „Anpfiff ins Leben“ steht. Die 25-jährige Sozialpädagogin Britta Bonath wird die Leitung der Geschäftsstelle übernehmen und sich um die Säulen Schule, Soziales und Beruf kümmern, Norbert Rühm zeichnet für den Bereich Sport verantwortlich.

Zu den ersten Gratulanten zählte Ludwigshafens Oberbürgermeisterin Eva Lohse. „Vor zwei Jahren haben wir die Sache ins Rollen gebracht, knapp eine Woche vor dem Bundesligastart der TSG Hoffenheim können wir diese wundervolle Anlage einweihen, die einen ganz großen Beitrag zum Motto der Metropolregion – Leben in Bewegung – leisten wird.“ Ihr besonderer Dank galt neben dem Stifter Dietmar Hopp vor allem den Verantwortlichen des Ludwigshafener SC um den Vorsitzenden Walter Winkelmann sowie den rund 30 Kooperationspartnern, die bereits im Vorfeld der Einweihung gewonnen wurden. Zu den sportlichen Juniorpartnern zählen der TuS Altrip, Alemannia Maudach und Germania Niederfeld. So kommen in LU-Gartenstadt über 500 zu betreuende Jugendliche zusammen, die allerdings nicht nur fußballerisch, sondern gemäß des Anpfiff-ins-Leben-Konzepts ganzheitlich ausgebildet werden sollen, um ihnen das Rüstzeug und Perspektiven für ihren weiteren Lebensweg mitzugeben.

Lokales Lebenselixier

„Die Arbeit hier hat lange vor dem ersten Spatenstich begonnen“, fasste der Anpfiff-Vorsitzende Anton Nagl die vergangenen zwei Jahre zusammen und bedankte sich in erster Linie bei Eva Lohse für ihr Engagement, „diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen“, sowie bei Dr. Markus Gomer von der BASF, den Wegbereiter für die finanzielle Unterstützung des Chemiekonzerns, der in den kommenden fünf Jahren einen Großteil der laufenden Kosten abdecken wird. „Die Kooperationspartner aus allen Bereichen sind das lokale Lebenselixier des Jugendförderzentrums“, betonte Nagl, der noch einmal unterstrich, dass die Jugendlichen „hier nicht einseitig motiviert zu Hochleistungssportlern“ gezüchtet, sondern „für eine Zukunft mit vielen Dimensionen ausgebildet“ werden sollen, um sie zu „starken Menschen in unserer Gesellschaft zu machen“. Dr. Markus Gomer versicherte, dass die BASF zahlreiche Mentoren für die Jugendlichen zur Verfügung stellen wird, die ihren Beitrag zum Erwerb der sozialen Kompetenz leisten werden. Bevor die Anlage noch von einem Pastor eingesegnet wurde, schloss sich auch der LSC-Vorsitzende Walter Winkelmann den Dankesrednern an. „Ohne Dietmar Hopp und die BASF würde es diesen Stützpunkt nicht geben“, sagte er und brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die Anlage mit dem Funktionsbau und dem Kunstrasenplatz unter wirtschaftlich besten Bedingungen und zudem termingerecht fertiggestellt wurde. „Wir haben den Kunstrasen einem Test unterzogen und unsere AH darauf spielen lassen – es haben alle den Platz verletzungsfrei wieder verlassen“, scherzte Winkelmann, der sich auch bei Anton Nagl, der „Person gewordenen Umsetzung des ganzheitlichen Fördergedankens“, für die unkomplizierte Zusammenarbeit bedankte. 15 Monate nach dem ersten Spatenstich am 12. Mai 2007 wurde die Anlage schließlich mit einer feierlichen Schlüsselübergabe offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

SMS von Daniel Hopp: Einladung zum Eishockey-Spiel

„Ich habe vor fünf Minuten eine SMS von Daniel Hopp bekommen“, unterbrach Moderator Udo Schulz für kurze Zeit die Reden. „Er lädt alle Jugendlichen zu einem Eishockey-Spiel der Adler in die SAP Arena ein.“ Der Sohn des Stifters ist Geschäftsführer der SAP Arena und hat sich für diesen besonderen Tag etwas Besonderes für die Kinder einfallen lassen – der Jubel war entsprechend groß.

Nach dem offiziellen Teil übernahm wieder das Duo Scholz/Philipps das Zepter bzw. Mikrofon. Neben dem Stunt-Auftritt Jens Berberichs auf seinem Trial-Rad standen noch Einlagen der Ballschule Heidelberg sowie ein Show-Tanz der Jazzdance-Gruppe des LSC auf dem Programm. Anschließend wurden sämtliche Jugend-Mannschaften des LSC sowie der Juniorpartner vorgestellt.

Unterstützt wurde das Anpfiff-Team bei der Organisation von der BA Mannheim und deren Studenten des Studiengangs Veranstaltungsmanagement unter der Leitung Franz Barths. Die Bewirtung der Gäste übernahm das Helferteam des Ludwigshafener SC. Die zahlreichen Medienvertreter – vor Ort waren unter anderem das Rhein-Neckar-Fernsehen, die Rheinpfalz und das SWR-Fernsehen – wurden bestens betreut, um das Anpfiff-Konzept auch optimal in die breite Öffentlichkeit tragen zu können. Die rundum gelungene Veranstaltung endete mit einem krönenden Abschluss-Feuerwerk.

Hier einige Bilder von diesem tollen Tag: